Themenabend: Die Würde des Menschen und das Transsexuellengesetz

DIE LINKE Wolfsburg lädt ein zu Vortrag und Diskussion. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 5. April 2018, 18:00 Uhr
Schiller 40, Schillerstraße 40, 38440 Wolfsburg

1980 wurde das Transsexuellengesetz beschlossen, eine Sonderregelung für eine Vornamens- und Personenstandsänderung. Dies wurde damals als großer Fortschritt angepriesen, jedoch verbragen sich dahinter schwerwiegende Eingriffe in geschützte Grund- und Menschenrechte. Unter anderem wurden Menschen dazu genötigt sich vor einer Personenstandsänderung sterilisieren zu lassen.
Nach sechs Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts, durch welche einzelne Voraussetzungen des TSG für verfassungswidrig und folglich unanwendbar erklärt wurden, ist ein Gesetzesrumpf übriggeblieben, der in seiner Struktur nicht mehr als taugliche, praktikable Gesetzesgrundlage dienen kann. Einige der verbliebenen Vorschriften begegnen schwerwiegenden grund- und menschenrechtlichen Bedenken. Während andere Länder in den letzten Jahren ihre Gesetze zugunsten der internationalen Menschenrechtsnormen reformiert haben, hat die Bundesrepublik diese Entwicklung verpasst. Für Betroffene bedeutet dies, dass sie in der Bundesrepublik weiterhin benachteiligt werden und ihnen das Recht auf ein selbst bestimmtes Leben unnötig erschwert wird.

Referentin: Jessica Gerhardt.